Bruce Willis war Zeuge

Er trug sein Lächeln zwischen Daumen und Zeigefinger, auf Schultern mit Siebenmeilenstiefeln. Als er die Mundwinkel einen nach dem anderen anhob, war der Sommer erst skizziert und ihr Blick unter Wasser. Zwischen all den andern, war es er, der eine Vergangenheit zwischen zwei Satzzeichen zu packen im Stande, die sie samt seiner Telefonnummer in den Lippenstiftspuren am Glasrand versenkte. Sichtbar. Frohlockend. Dreifach.

Dreifach waren sie sich begegnet ohne zu grüssen. Erst als der Sommer seine nackten Beine nicht länger unter dem Tisch zu halten vermochte, traf man sich zu Hummus und Mate, Schatten und Gespräch. Es gab mehr zu erzählen, als das Woher und Warum, als das Wieso erst jetzt und Wann das nächste Mal. Es gab Fenchel und Rosenkohl, Suppe und Salat. Keine Märchen, aber drei Wünsche. Einer davon, der auf ein Wiedersehen in Bälde, der seine Umsetzung schwarzsauer aufstiess, Bruce Willis war Zeuge.

Die Nacht war nicht nah genug, diesen Blick hinter Wimpern zu bergen, zu entwaffnen, zu entziffern etwa. Es blieb, die Schuhe auszuziehen, in Klammern gesetzt unter den Tisch zurückzustellen um dem Nachtisch auf blossen Füssen zu begegnen.

Lass mir ein Wunder übrig!

gelb, zwei, drei

Er wollte berührt werden. Da wo es kitzelte, wo ihre Finger Marmeladenkleckse aufspürten, heimische Zwetschge an Tonkabohne etwa, direkt von der Fingerbeere geschleckt. Wenn sie es denn wagte, zu kosten, die Fingerbeere mit Zungerspitze neckend.. Er aber wollte, dass sie seinen Tag umarmte, morgens so gegen viertel vor sechs in den Sekunden bevor der Wecker erwacht. Und wenn er abends zu lange wach blieb, Club Mate sei Dank.

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Er hatte getrunken, sie sah es von Ferne und lächelte doch. Durch die Sehnsucht hindurch und den Trotz, schob den graumelierten Himmel in den Hinterkopf, pulte mit der Zungenspitze Vernunftsfetzen für die kommenden Minuten aus dem linken Eckzahn. Zahnseide wäre jetzt gut, lakenweise. Stets zu Diensten mit Zeit für eine Siesta, für einen Spaziergang gen Noldehimmel, die Wehmut im Nacken, die Knie aufwärts gerichtet, einem nächsten Schritt den Raum bereitend.

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Er betrat den Raum blinzelnd, die rechte Hand lose am Schenkel; ließ seinen Atem von der Leine, der sich alsgleich nackenwärts schmuggelte, en passant die Mulde hinter ihrem linken Ohrläppchen kosend. Ihre Oberlippe ergab sich dem Schauer als letzte, sie hatte er genau im Auge, seinen Zeigefinger Nanometer darüber postiert, auf der Lauer. Spürbar nicht fühlbar, bereit sich zu senken, ohne sich gehen zu lassen, bereit zur Kontakttat, zum Tanz, zum Wagnis Wunder. Was sag ich, zum Kuss.

Küss‘ die Hand!

Ach, ach

Der Tee sagt (ziemlich bestimmt): Glück ist Bewusstsein.
Die Frau hinter der Theke sagt (interessanterweise): Studentenrabatt.
Und das Unterbewusstsein plant spontan eine Zeitreise.

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Zweimal Morgen in Tüten, gnä‘ Frau, und einmal das Heute auf Eis – noch unberührt, ungerührt und mit Gänsehaut satt!
Und ach, geben sie mir von dem Gestern da doch auch noch den Knust auf die Hand!
Drei Tage am Stück? Ja! Mindestens das. Wochenenafang und -ende sind sich eh grad grün und der Herbst noch nicht bereit.

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Mitnichten alles Fassade, nicht das altrosa, der Zwicker nicht und auch nicht der herrenlose Blick zurück. Die Schatten längst hinter Glas gelegt, rügt auf den Laternen noch der Staub von übermorgen, lügen die Falter ein Alter vor, das es so nicht gibt: Zuhause im Gestern warst du doch nie, immer ein Fuss auf Jetzt. Auf Los, Auf „Die Tür macht hoch, macht breit das Tor, ich will auch mit Schmerbauch noch hindurch:
Küss, die Hand Frollein Abientot, wir sehen uns im nächsten Kapitel!