Und ich will, dass deine Fingernagelrillen meine Fersenhornhaut streicheln, jetzt und sofort und danach noch einmal von vorne. Und ich will nicht, dass du lachst wenn ich von Raben rezitiere, von Wanderfalkennachwuchs, von Liebstöcklaromen im frühmorgendlich verabreichten Jagdwurstaufstrich. Ich will deinen Atem meine Harnröhre schauern machen, deine Ohrläppchen meine Leisten befruchten, und deinen Blick meine Wirbelsäule Merengue üben lassen.
Ich will synchron mit dir atmen und gleichzeitig die Fetzen fliegen machend die Zukunft der Waldameisen diskutieren, den großen Zeh stets kurz vorm Krampf. Ich will Rundfenster in meinen Wänden, an deren stahlkühle Rahmen ich meine Stirn pressen kann beim Meer in den Giebeln der Nachbarhäuser suchen. Ich will Langfinger mit Antennen ausgestattet in meiner Ellbeuge, immer auf Empfang für Postwurf-Sendungen aus dem Innersten meiner an Runkelrüben gemahnenden Innereien.
Ich will meine Mahnbriefzähne in deinen Rücken einprägen, die frischgeplombten, da wo das Rückenhaar spärlicher wird und die Muttermaldichte entsprechend größer, genau 3,75 Mal. Ich will Lusthäppchen serviert bekommen, zum z’Nüni, zum z’Vieri und abends eine letzte Fuhre, mit wildem Erdbeerlachs und Kichererbsen, damit ich mich nicht immer auf Kitzligkeit rausreden muss. Ich will einen Stachelbeerbaum unters Fenster gepflanzt bekommen, in dessen Erde ich meine Hände wühlen kann, jegliche Sauberkeit von mir waschend zur Nacht.
Na, das sind ja gleich eine ganze Menge Wünsche.
Jaa, das gefällt mir, entspricht mir, das ist nicht intimgeduscht und augenbrauengezupft, dieser Spielplatz ist riesengroß, ist viel mehr als das Stecker-Steckdosen-Spiel und dann *nochmal kurz ins Bad*
so will ich das auch.
„Drum prüfe, wer sich ewig bindet (…)“ (F. v. Schiller)
Frischgeplombte Zähne am muttermalgetupfelten Rücken. Ob das nicht gefährlich ist?
Nur die TopTen, King Fisher
Herr Typo, nochmal eben die Lesebrille getuscht?
Für Trittbretter ward mir das Holz zu heißblütig, werter Schneck.
Aufforderungen dieser Art kommen mir seltenst ungelegen, mq.
Aber es schmeckt, Amadea! Fürchterbar gut. (Hoffe ich zumindest)
bezüglich des stachelbeerbaums würde ich mich herrn schneck anschliessen wollen, wenn ich auf dem trittbrettholz nicht kalte füsse bekäme, was ich fast immer bekomme in solchen lagen, unvermeidlicherweise. aber bei stachelbeeren werde ich nötigenfalls zur züchtigen drinn waltenden hausfrau und würde nur oberflächlich prüfen. ist mir dann wurscht, wie lang die Reu ist. bezüglich des rests stellt sich die generelle frage: mag man derlei nicht allen gönnen? nicht unbedingt, derlei nicht unbedingt. gewisse schauspiele möchten die götter für sich alleine haben, resp. höchstens zweien vergönnen. dafür aber gleich zweien auf einmal.
wirklich sehr schöner text.
danke, bastih, freut mich.